Angebot per Mail nachfassen
Was in die Mail gehört, mit der Sie ein Angebot nachfassen, und was nicht. Die Betreffzeile, der eine Satz, der die Arbeit macht, und warum ein Mustertext ohne eigenen Anlass nichts bringt.
Syncek Team · CRM-Referenzbibliothek
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Wie oft und in welchem Ton Sie nachfassen, steht in einem eigenen Beitrag. Hier geht es nur um die Mail selbst: was hineingehört, was nicht, und warum die meisten Vorlagen im Netz nicht funktionieren.
Die Betreffzeile
Nicht "Nachfrage" und nicht "Erinnerung". Beides sagt, dass die Mail für Sie geschrieben wurde.
Am besten funktioniert der ursprüngliche Betreff mit Ihrer Antwort darauf. Bleiben Sie im selben Verlauf: Ihr Angebot steht dann direkt darüber, und niemand muss suchen, worum es ging. Ein neuer Betreff eröffnet einen neuen Vorgang, und ein Vorgang ohne Kontext wird verschoben.
Wenn ein neuer Betreff sein muss, dann einer, der den Inhalt nennt: "Angebot 2041, eine Frage zum Termin" ist besser als alles mit dem Wort Nachfassen darin.
Der eine Satz, der die Arbeit macht
Eine Nachfassmail braucht einen eigenen Anlass. Genau daran scheitern die Mustertexte: sie liefern eine höfliche Hülle für die Aussage "ich warte", und die ist für den Empfänger wertlos.
Ein Anlass kann klein sein und muss echt sein. Eine Frage, die sich seit dem Angebot ergeben hat. Ein Termin, der knapp wird. Ein Detail, das Sie präzisieren können. Eine Alternative, die günstiger ausfällt.
Wenn Ihnen kein Anlass einfällt, ist das eine Information über den Deal und nicht über Ihre Formulierung.
Was Sie weglassen
Die Entschuldigung. "Entschuldigen Sie die Störung" stellt Ihre Mail als Störung dar, bevor der Empfänger das selbst entschieden hat.
Das ganze Angebot noch einmal. Es liegt darüber im Verlauf.
Die offene Schlussfrage. "Lassen Sie mich wissen, ob Sie noch Fragen haben" fordert nichts an und bekommt nichts. Stellen Sie stattdessen eine einzige beantwortbare Frage, oder schlagen Sie den nächsten Schritt vor.
Ein brauchbarer Aufbau
Vier Zeilen, in dieser Reihenfolge: Bezug auf das Angebot mit Datum, Ihr Anlass, eine konkrete Frage oder ein Vorschlag, und ein Satz, der einen Ausweg lässt. Der letzte ist der wichtigste, weil er ein Nein erlaubt, und ein Nein ist erheblich mehr wert als weiteres Schweigen.
Lesbar auf dem Telefon, ohne zu scrollen. Alles, was länger ist, wird auf später verschoben, und später kommt selten.
Der Teil, der nicht in der Mail steht
Notieren Sie beim Absenden, wann Sie das nächste Mal etwas tun. Eine Wiedervorlage am Deal kostet zehn Sekunden und ist der Unterschied zwischen einer Abfolge und einer einzelnen Mail, die niemand weiterverfolgt.
Und wenn die Antwort kommt, ändert sie meistens etwas: dann gehört die Phase angepasst, solange Sie den Grund noch wissen.
Häufige Fragen
Welcher Betreff funktioniert beim Nachfassen zu einem Angebot?
Am besten der ursprüngliche Betreff mit Ihrer Antwort darauf, im selben Verlauf. Das Angebot steht dann direkt darüber, und niemand muss suchen, worum es ging. Ein neuer Betreff eröffnet einen neuen Vorgang, und ein Vorgang ohne Kontext wird verschoben. Muss es doch ein neuer sein, dann einer, der den Inhalt nennt. "Nachfrage" und "Erinnerung" sagen beide nur, dass die Mail für Sie geschrieben wurde.
Warum bringen Mustertexte fürs Nachfassen nichts?
Weil ihnen der eigene Anlass fehlt. Ein Mustertext liefert eine höfliche Hülle für die Aussage "ich warte", und die ist für den Empfänger wertlos: sie gibt ihm keinen Grund, jetzt zu antworten statt in zwei Wochen. Die Formulierung ist selten das Problem. Fällt Ihnen kein Anlass ein, ist das eine Information über den Deal und nicht über Ihren Wortlaut.
Was ist ein echter Anlass für eine Nachfassmail?
Etwas, das sich seit dem Angebot ergeben hat. Eine Frage, die seither aufgekommen ist. Ein Termin, der knapp wird. Ein Detail, das Sie präzisieren können. Eine Alternative, die günstiger ausfällt. Ein Anlass kann klein sein und muss echt sein. Genau daran scheitern die Mustertexte: sie ersetzen den Anlass durch Höflichkeit, und Höflichkeit allein ist kein Grund zu antworten.
Was lassen Sie in einer Nachfassmail zum Angebot weg?
Drei Dinge. Die Entschuldigung: "Entschuldigen Sie die Störung" stellt Ihre Mail als Störung dar, bevor der Empfänger das selbst entschieden hat. Das ganze Angebot noch einmal, denn es liegt im Verlauf bereits darüber. Und die offene Schlussfrage: "Lassen Sie mich wissen, ob Sie noch Fragen haben" fordert nichts an und bekommt nichts. Stellen Sie stattdessen eine einzige beantwortbare Frage.
Wie ist eine Nachfassmail zum Angebot aufgebaut?
Vier Zeilen, in dieser Reihenfolge: Bezug auf das Angebot mit Datum, Ihr Anlass, eine konkrete Frage oder ein Vorschlag für den nächsten Schritt, und ein Satz, der einen Ausweg lässt. Mehr braucht es nicht. Die Mail sollte auf dem Telefon lesbar sein, ohne zu scrollen, weil alles Längere auf später verschoben wird und später selten kommt.
Warum ist der letzte Satz der wichtigste?
Weil er ein Nein erlaubt. Ein Satz, der dem Empfänger einen Ausweg lässt, macht das Absagen billig, und ein Nein ist erheblich mehr wert als weiteres Schweigen: danach wissen Sie, woran Sie sind. Ohne diesen Satz bleibt dem Empfänger nur die Wahl zwischen Zusagen und Ignorieren. Er gehört ans Ende der vier Zeilen, nach der konkreten Frage.
Wie lang darf eine Nachfassmail sein?
So lang, dass sie auf dem Telefon ohne Scrollen lesbar ist. In der Praxis sind das vier kurze Zeilen: Bezug, Anlass, Frage, Ausweg. Alles darüber hinaus wird auf später verschoben, und später kommt selten. Das gilt besonders für das wiederholte Angebot: es liegt im Verlauf bereits darüber, und es noch einmal zusammenzufassen macht die Mail länger, ohne etwas hinzuzufügen.
Was gehört nach dem Absenden ins CRM?
Notieren Sie beim Absenden, wann Sie das nächste Mal etwas tun. Eine Wiedervorlage am Deal kostet zehn Sekunden und ist der Unterschied zwischen einer Abfolge und einer einzelnen Mail, die niemand weiterverfolgt. Kommt die Antwort und ändert sie etwas, gehört auch die Phase des Deals angepasst, solange Sie den Grund noch wissen.